11. Mai 2012
Unsere Orther Schloss-Störche, die wie jedes Jahr ihr Quartier hoch oben am Aussichtsturm bezogen haben, sind dieser Tage besonders fleissig… Drei Storchenjunge sind bereits geschlüpft und wollen nun versorgt sein!
Über eine Live-Kamera kannst du via Monitor im Turm einen Blick in den Storchenhorst werfen. Na, wenn das kein Grund ist, mal bei uns im schlossORTH Nationalpark-Zentrum vorbei zu schauen…
Erika Dorn
Tags: Nationalpark Donau-Auen, Saison 2012, schlossORTH Nationalpark-Zentrum, Storch
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09. Mai 2012
Vor 100 Jahren war der Nationalpark Donau-Auen noch kein Thema. Aber bei der 100 Jahr-Feier der Junior High-School und Neuen Mittelschule mit Informatikschwerpunkt Konstanziagasse 50 im 22. Wiener Gemeindebezirk, nahe der Lobau, war die Freude umso größer: Denn Brigitte Nadvornik vom Elternverein überreichte in ihrer Funktion als Nationalpark-Rangerin unseren Gutschein für eine Schlauchboottour im Nationalpark an die Direktorin Edith Hülber! Damit wird einer ganzen Schulklasse die Möglichkeit geboten, im Nationalpark Donau-Auen die Natur einmal vom Wasser aus zu erkunden. Die SchülerInnen freuen sich schon sehr auf das bevorstehende Abenteuer.
Auch die anwesenden Ehrengäste von Bezirksvorsteher Norbert Scheed über Stadtschulratspräsidentin Mag. Dr. Susanne Brandsteidl bis zum Bezirksschulinspektor Johann Studencki waren von der gelungenen Veranstaltung begeistert. Wir gratulieren nochmals herzlich zum Jubiläum - auf weitere gute Nachbarschaft!
Erika Dorn
Tags: Exkursionen, Nationalpark Donau-Auen, Schulprojekt
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03. Mai 2012
Am vergangenen Wochenende musste die Feuerwehr Stopfenreuth ausrücken, um einen kleineren Waldbrand im Nationalpark-Gebiet zu tilgen. Dieser wurde durch einen Brandherd nahe einer Forststraße verursacht - vermutlich ein Lagerfeuer, das ausser Kontrolle geriet. Die anhaltend trockene Witterung tat ihr Übriges - selbst im an sich feuchten Auwald. Nachdem der Brand gelöscht war, hielt die Nationalpark-Aufsicht aus Sicherheitsgründen noch die ganze Nacht Wache.
Wir möchten aus gegebenem Anlass nochmals festhalten: Im gesamten Nationalpark-Gebiet gilt ein generelles Verbot, Feuer zu entzünden. Ausgenommen ist die Feuerstelle auf der Lagerwiese bei der Au-Terrasse Stopfenreuth, die benutzt werden darf - ein temporäres behördliches Verbot ausgenommen. Ein solches besteht derzeit aufgrund der anhaltenden Trockenheit für die Bezirke Gänserndorf und Bruck/Leitha, erlassen durch die Bezirkshauptmannschaften. Dazu gibt es einen Aushang bei der Au-Terrasse.
Wir bitten um Fairness, Einhalten der Regelungen und umsichtiges Verhalten im Sinne des Naturschutzes beim Besuch des Nationalpark Donau-Auen. Für alle Fragen stehen wir gerne zur Verfügung: Tel. 02212/3450, nationalpark@donauauen.at.
Erika Dorn
Tags: Feuer, Nationalpark Donau-Auen, Umweltschutz
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25. April 2012
Vor einigen Tagen berichteten wir begeistert hier im Blog über eine sehr erfreuliche Artenschutz-Aktion der SchülerInnen der CampusMittelschule Orth/Donau im Rahmen eines Projektes mit dem Nationalpark Donau-Auen rund um die Europäische Sumpfschildkröte.
Leider schlugen nur wenige Tage später Vandalen zu und zerstörten das Werk der Kinder, indem sie die händisch gefertigten Infotafeln zerkratzten bzw. zerrissen und die Absperrungen am Gelegeplatz durchschnitten – siehe Fotos unten.
Wir werden die Schäden beseitigen, drücken jedoch unser Unverständnis und Bedauern aus, dass die engagierte Arbeit im Sinne des Naturschutzes der SchülerInnen aus der Gemeinde nicht gewürdigt, sondern im Gegenteil sabotiert wird.
Erika Dorn
Tags: Europäische Sumpfschildkröte, Fauna, Nationalpark Donau-Auen, Schulprojekt, Umweltschutz
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17. April 2012
Ein Projekt der CampusMittelschule Orth/Donau mit dem Nationalpark Donau-Auen stellt die Europäische Sumpfschildkröte in den Mittelpunkt. Ein spezielles Exemplar wird nun konkret unterstützt!
Seit einiger Zeit bewohnt ein stattliches Exemplar der Europäischen Sumpfschildkröte den Mühldumpf, ein Gewässer beim Auerlebnisgelände Schlossinsel in Orth/Donau. Das Weibchen schreitet auch jährlich zur Eiablage und nutzt dafür die angrenzenden Flächen.
Die SchülerInnen der CampusMittelschule Orth/Donau befassen sich heuer intensiv mit dieser scheuen, bedrohten Reptilienart, die im Nationalpark Donau-Auen heimisch ist.
Nun rückten sie gemeinsam mit ihren LehrerInnen auch tatkräftig aus: Unter der Leitung von Nationalpark-Rangerin Eva-Maria Pölz wurde ein Geländestreifen, der an die Böschung des Mühldumpfes grenzt, von Hand aufgelockert, mit sandigem, lockerem Material versehen sowie mittels Pflöcken gegen den Parkplatz abgegrenzt. Dies wird die Chancen der Schildkrötendame zukünftig beträchtlich erhöhen, erfolgreich ihre Eier zu vergraben.
Wir danken neben den fleißigen SchülerInnen, die sich ordentlich geplagt haben, vor allem auch der Marktgemeinde Orth/Donau und dem örtlichen Tennisclub, die das Projekt ebenfalls freundlich unterstützen!
Erika Dorn
Tags: Fauna, Nationalpark Donau-Auen, Schlossinsel, Schulprojekt
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16. April 2012
Ein Nationalpark-Mitarbeiter mit Motorsäge, noch dazu am Berghang - was ist da los? Manchmal muss im Naturschutz grob angepackt werden!
Der Bienenfresser, ehemals Brutvogel an den unverbauten Ufern der Donau, ist durch die Flussregulierung verschwunden. Denn er benötigt steile, freie Löss- und Sandwände für seine Brutröhren. Erste Ansätze, ihn zurück zu holen, lieferten die Uferrückbau-Projekte im Nationalpark Donau-Auen.
Doch auch im Nationalpark-Umland wird ihm unter die Flügel gegriffen: Letzte noch bestehende Brutplätze in der Region, etwa in den Hainburger Bergen, werden im Rahmen eines Bienenfresser-Artenschutzprojektes der NÖ Landesregierung (kofinanziert durch das EU Förderprogramm der Ländlichen Entwicklung) erhalten.
Wir fördern diese Bemühungen durch Bereitstellung von PraktikantInnen, Freiwilligengruppen und Nationalpark-MitarbeiterInnen bei den Pflegeeinsätzen. Mitte April wurden unter der Koordination von Vladimir Vavicek erneut Arbeiten in Göttlesbrunn, am Hundsheimer Berg und am Braunsberg auf den Trockenrasen durchgeführt. Die Standorte drohen allmählich zu verbuschen, und somit wurde Robinien und Gesträuch zu Leibe gerückt, um die Brutwände für den Bienenfresser offen zu halten.
Auch die Anrainergemeinden unterstützen diese Initiative gerne - unter anderem fanden sich beim letzten Einsatz Vizebürgermeister Zeitelhofer und Umweltstadträtin Staffenberger aus Hainburg ein.
Erika Dorn
Tags: Artenvielfalt, Fauna, Frühling, Nationalpark Donau-Auen, Uferrückbau, Umweltschutz
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10. April 2012
Mit dem BG/BRG Schwechat läuft ein mehrsemestriges Nationalpark-Projekt unter der Leitung von Rangerin Gabriele Hrauda. Fixer Bestandteil sind regelmäßige Exkursionen und Erhebungen. Ende März schwärmten die beiden dritten Klassen erneut aus - diesmal zum Thema Boden: Zuerst wurde ein Versuch zur Wasserhaltefähigkeit des Bodens durchgeführt - fünf verschieden Bodenproben in durchlöcherten Bechern, jeweils 100 ml Wasser drüber geleert, abmessen wie viel Wasser binnen 90 Sekunden durch das Bodenmaterial (Sand, Steine, Erde, Laub etc.) durchsickert!
Danach wurde in Laubstreu und liegendem Totholz gestöbert, um die Bodenfauna zu erheben: Zum Ergebnis zählten einige Schnecken, sehr viele gefräßige Tausendfüsser und Laufkäfer, viele Spinnen, Milben und Weberknechte, berichtete Gabriele im Anschluss. Der Igitt-Faktor war also recht hoch, könnte man meinen - doch das Interesse der Jungforscher war ungebrochen. Wer weiß, was sie, mit neuem Wissen ausgestattet, bei der Osternester-Suche am vergangenen Wochenende alles aufgespürt haben…
Erika Dorn
Tags: Exkursion, Nationalpark Donau-Auen, Projekte, Saison 2012, Schulprojekt
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03. April 2012
Nationalpark-Mitarbeiterin Elisabeth Kleinfercher erzählt, wie sie spontan zur Reptilienpflegerin wurde:
Letztes Jahr, Ende Oktober wurden wir von einer Schlossinselbesucherin auf eine verletzte Ringelnatter aufmerksam gemacht. Sie hatte eine ziemlich große Wundfläche mit Blutspuren und Fliegen obendrauf. Ich hatte nicht viel Zeit zu verlieren, da die Sonne bereits beim Untergehen war und die Schlangen sich dann verkriechen. Solange ich die Möglichkeit habe, einem verletzten Tier zu helfen, werde ich das immer tun. Auf allen Vieren dahin gerobbt, hatte ich sie schnell erwischt und gab sie in einen Transportbehälter. Nach Absprache mit unserer Abteilung Natur & Wissenschaft brachte ich sie auf die Reptilienabteilung der Vet. Med. Wien. Die Schlange wurde in Narkose gelegt, die Maden wurden entfernt, sie bekam ca. 15 Klammern und Nahrung über eine Sonde, da sie in einem sehr schlechten Ernährungszustand war. Sie war leicht wie eine Feder bei stattlicher Größe.
Ab sofort hatte ich ein riesiges Terrarium im Schlafzimmer, darüber war mein Kater gar nicht erfreut; er pfauchte und sprang manchmal vor Schreck mit allen Vieren gleichzeitig in die Höhe, dass der ganze Tisch wackelte. Ich habe die Ringelnatter dann von Ende Oktober bis Ende März bei mir gehabt. Die ersten Monate wurde sie sehr oft in der Reptilienabteilung gefüttert, da sie von selber kein Futter annahm, und auch die Wunde wurde immer wieder verarztet. Was war ich glücklich, als sie den ersten Fisch fraß. Sobald die Wunden richtig schön verheilt waren, bekam Sie wöchentlich Gras, Moos, Hölzer, Rinde usw. ins Terrarium. Manchmal beobachtete ich, wie sie daran lange roch und alles hin und her schob. Gänseblümchen wurden richtig gerupft und verschleppt. Sie wurde zusehends lebendiger.
Aber Ende Februar wollte sie hinaus, ins Freie. Als es unlängst so richtig schön warm geworden ist, habe ich sie in unser Schlangengehege auf die Schlossinsel getan. Am Anfang war sie ganz ruhig, doch dann hab ich sie auf den Boden gelegt und weg war sie. Ich bin glücklich, dass sie es geschafft hat.
Mag. Elisabeth Kleinfercher, Mitarbeiterin im schlossORTH Nationalpark-Zentrum und Rangerin
Tags: Fauna, Nationalpark Donau-Auen, Ranger, Saison 2012, Schlossinsel, Umweltschutz
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29. März 2012
Die Saison für Bärlauch, das würzige Wildgemüse ist gestartet! Doch sollte das Sammeln mit Sorgfalt erfolgen, denn die giftige Herbstzeitlose treibt nun ebenfalls Blätter, wiewohl sie erst spät im Jahr blüht. Ebenso sollte auf Maiglöckchen geachtet werden.
Der Bärlauch ist ein beliebter Frühjahrsbote und zudem äußerst schmackhaft. Gerne wird er daher dieser Tage in den Wäldern geerntet und daheim zu Suppe, Aufstrich, pikantem Strudel und mehr verarbeitet.
Doch wie das dieser Tage aktuell in den Donau-Auen entstandene Foto anbei verdeutlicht, sollten Sammler große Achtsamkeit walten lassen: Verwechslungen mit der Herbstzeitlose sind möglich, des Weiteren in Bälde auch mit dem ebenfalls giftigen Maiglöckchen.
Die drei Pflanzen unterscheiden sich zwar beim genauen Hinsehen aufgrund zahlreicher Merkmale deutlich, beim flüchtigen Bärlauch-Pflücken könnten jedoch bei gemeinsamem Vorkommen, etwa an Waldrändern, durchaus Giftpflanzen im Korb landen! Daher ist Vorsicht geboten.
Junge Bärlauch-Blätter (rechts am Foto) sind hellgrün, weich, beidseitig matt, wachsen einzeln lang gestielt aus dem Boden und stehen oft in dichten Gruppen.
Die nun ebenfalls austreibenden Herbstzeitlosen-Blätter (links am Foto) sind schmal lanzettlich geformt, es sitzen mehrere Blätter gegengleich an einem kurzen Stiel, den sie umfassen.
Maiglöckchen-Blätter schließlich sind dunkelgrün, unterseitig glänzend und viel fester als jene vom Bärlauch, sie wachsen immer paarweise aus dem gleichen langen Stängel. Sie umfassen diesen deutlich und sind an der Basis oft violett-rot.
Knoblauch-Geruch der Blätter ist kein untrügliches Merkmal, denn hat man bereits Bärlauch geerntet, „duften“ die Finger und Unterscheidungen sind nicht mehr möglich.
Ein Hinweis noch an alle Bärlauch-Fans: Bitte im Nationalpark Donau-Auen das geltende Wegegebot beachten und Entnahmen auf maximal einen Handstrauß beschränken!
Erika Dorn
Tags: Flora, Frühling, Nationalpark Donau-Auen, Saison 2012
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20. März 2012
Letzte Artikel werden im bereits gut sortierten Shop einsortiert, alle aktuellen Folder aufgelegt, die Technik hochgefahren und getestet… Emsiges Treiben ist in den Räumlichkeiten unseres schlossORTH Nationalpark-Zentrum bereits seit Tagen und insbesondere heute zu bemerken.
Jetzt wird noch einmal gründlich gereinigt, die Fahnen im Eingangsbereich werden gehisst…
Und morgen? Morgen sperren wir auf! Im Handumdrehen ist die Winterpause vorbei gezogen, und wir starten per 21. März in die neue Saison!
Das Team im schlossORTH Nationalpark-Zentrum freut sich auf deinen Besuch!
Unser Extra Tipp: Das große Familienfest “Artenschutz in unseren Nationalparks” am Sonntag, 22. April!
Erika Dorn
Tags: Nationalpark Donau-Auen, Saison 2012, schlossORTH Nationalpark-Zentrum
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