Tierisch tüchtig!

02. Juli 2010

Der Hochwasserschutzdamm im Nationalpark-Gebiet ist zwar ein vom Menschen geschaffenes Element und dient in erster Linie dem Schutz des Marchfeldes vor Fluten, aber dennoch ist er ökologisch wertvoll. Denn im Laufe der Zeit sind hier Halbtrockenrasen entstanden - Wasser und Nährstoffe versickern nach unten und der Damm ist der Sonne ausgesetzt. Daher ist mittlerweile eine spezielle Flora und Fauna anzutreffen, mit teils sehr seltenen und bedrohten Arten. Der Damm braucht aufwändige Pflege, damit diese speziellen Bedingungen bestehen bleiben. Einfach gesagt: er gehört regelmäßig gemäht, und das Schnittgut muss entfernt werden.

Das kann händisch oder maschinell geschehen, oder aber noch besser: man läßt Profis ran!Weideschaf
Bei Eckartsau läuft daher derzeit ein Weideversuch mit Schafen. Und die ersten Ergebnisse verheissen Gutes - binnen kurzer Zeit wird eifrig vertilgt, was davor noch wild wucherte. Der Nationalpark und seine Partner in diesem Versuch, via donau, DHK und ÖBf, sind zuversichtlich, dass künftig auch auf weiteren Flächen die Dammwiesen durch tierische Mitarbeiter betreut werden können! Viele Lebewesen, die den Damm besiedeln oder ihn nutzen, werden profitieren.

Die Schafherde wurde von Herrn Otmar Weber aus Loimersdorf zur Verfügung gestellt und wird auch von ihm betreut - vielen Dank dafür!

Erika Dorn

Unsere Junior Rangers stehen fest!

17. Juni 2010

Bereits seit einigen Jahren veranstalten Österreichs Nationalparks regelmäßig im Sommer Junior Ranger Camps. Es war an der Zeit, mitzumischen!
Gemeinsam mit unserem langjährigen Kooperationspartner Ströck Brot haben wir daher heuer auch zwei Camps ausgeschrieben,Logo Junior Rangers die Bewerbungsfrist lief bis Ende Mai. Die Resonanz war überwältigend: 115 Kinder zwischen 10 und 14 Jahren haben den Bewerbungsbogen an uns gesandt,  leider konnten wir pro Camp letztlich nur 26 TeilnehmerInnen zusagen. Die Kinder kommen aus den Nationalpark-Gemeinden und aus dem 21 und 22. Wiener Gemeindebezirk, sie sind also richtige Nachbarn des Nationalparks Donau-Auen!

Auf sie wartet im August ein tolles Programm: Sie werden in einer Woche Nationalpark-Aufenthalt die Besonderheiten der Au kennen lernen, forschen und unter Anleitung von Nationalpark-Rangern Naturschutzarbeit leisten. Das Junior Ranger Camp findet im Nationalpark-Jugendlager Meierhof in Eckartsau statt. Die TeilnehmerInnen bekommen eine Uniform und schlafen in wetterfesten Großraumzelten, am Abend wird am Lagerfeuer gegrillt. Zusätzlich erfahren sie viel Interessantes über Bio-Landwirtschaft, gesunde Ernährung sowie die Zubereitung von Bio-Brot.

Selbstredend bekommen alle kleinen BewerberInnen, die heuer nicht zum Zug gekommen sind, von uns eine kleine Entschädigung zugesandt.
Warum das Ganze? Junge Menschen sind die Erwachsenen von morgen. Umso wichtiger ist es, sie als Fürsprecher und Beschützer für unseren Nationalpark Donau-Auen zu gewinnen!

Erika Dorn

Hochwasser

12. Juni 2010

Das erste große heurige Hochwasser hat die Donau-Auen Anfang Juni überflutet, mittlerweile sind die Pegel wieder gesunken. Nicht nur entlang der Donau, auch an einigen weiteren Flüssen Europas hat es Hochwässer gegeben - teils mit verheerenden Wirkungen.  In der Nutzlandschaft oder gar in besiedelten Gebieten schaffen sie zweifelsohne Zerstörung und Schrecken, Schäden und Leid.

Doch hier, in der Au, haben Hochwässer ihr Gutes, ja sind gar lebenswichtig! Denn nur durch laufende Überschwemmungen kann eine Aulandschaft langfristig bestehen. Das Auf und Ab der Wasserstände ist gleichsam der Pulsschlag der Au, und jede Flut schafft neue Lebensräume. Fauna und Flora sind bestens an diese unwirtlichen Bedingungen angepaßt und wissen das vermeintliche Chaos zu nutzen!

Auch wir im Nationalpark hatten “Ausfälle” - viele Bootstouren mußten aufgrund der Hochwassersituation abgesagt werden. Und doch war diese Flut wie stets willkommen. 

Hier ein paar Eindrücke der Donau-Auen bei Hochwasser:

 

Erika Dorn

Danubeparks ist ein Jahr jung!

11. Juni 2010

Danubeparks Karte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor einem Jahr, am 9. Juni 2009, wurde mit der „Declaration of Vienna“ das Netzwerk der Donauschutzgebiete aus der Taufe gehoben!

Seither ziehen die Danubeparks-Mitgliederorganisationen an einem Strang, um das Europäische Naturerbe Donau gemeinschaftlich bestmöglich zu bewahren!
Flussbauliche Renaturierungsmaßnahmen sowie Forschungs- und Naturschutzprojekte für Leitarten wie den Seeadler und den Donaustör wurden vereinbart, ebenso die Zusammenarbeit im Ökotourismus.

Erste Erfolge zeigen sich bereits und das Projektteam wächst freundschaftlich zusammen.

Happy Birthday, Danubeparks – und weiter so!!!

Webtipp:  www.danubeparks.org

Erika Dorn

Samstag, 17. April 2010: Des einen Freud’ …..

20. April 2010

 

Samstag morgen.

 

Zeitungen und Radio-Journale sind voll von Berichten über die isländische Vulkanasche und hunderttausende gestrandete Fluggäste in Europa. Ich nutze den sonnigen Frühlingsmorgen für eine Tour in der Orther Au:

 

Überall das junge Grün, Sträucher und Bäume blühen - zart und strahlend weiß wie die Schlehe oder unspektakulär wie die Eichen, die bei der Bestäubung dem Frühlingswind vertrauen und nicht auf optische Reize angewiesen sind.

 

Der Wald ist voll von Vogelstimmen und dem Trommeln der Spechte. Die Laubfrösche, die in den letzten Regentagen schon zu hören waren sind heute still. Der Baumstamm, auf dem sich immer die Schildkröten sonnen, ist noch leer. Der Morgen ist noch zu kalt. Aber zu Mittag werden sie sicher zu sehen sein, wenn sie nicht von zu vielen Spaziergängern immer wieder ins Wasser zurück gescheucht werden.

 

Dafür gleitet der Habicht durch den Wald,  er hat nicht weit von hier seinen Horst. Er zeigt sich ausgerechnet auf einer der Waldschneisen, die früher für die Jagd und Forstwirtschaft angelegt wurden und jetzt im Nationalpark eigentlich zuwachsen sollten…

 

Es ist ein Morgen in der Au wie immer schon um diese Jahreszeit. Doch heute ist etwas anders, besonders. Anfangs fällt es gar nicht auf, denn es ist eigentlich etwas ganz Selbstverständliches. Der Gesang der Vögel und alle anderen Waldgeräusche erfüllen die Luft – und sonst ………..sonst nichts.

 

Kein Flugzeug, das immer wieder die Naturgeräusche unterbricht und übertönt. Nicht so laut, das man sein eigenes Wort nicht mehr verstehen würde, aber laut genug, um einen immer wieder daran zu erinnern, wo man eigentlich ist.

 

Ganz in der Nähe einer dynamischen Großstadt, die zumindest in punkto Fluglärm gar nicht mehr anders sein will als andere dynamische Großstädte. Der Flughafen Schwechat ist seit gestern Abend gesperrt. Das ist der Tag, denke ich, an dem man in die Untere Lobau gehen müsste!

 

Später, beim Einkaufen im Ort, stoße ich auf die Wahlplakate für den nächsten Sonntag: „Unser Handeln braucht Werte“.

 

Ein ungestörter Frühlingsmorgen, nur erfüllt von den Geräuschen des Waldes – ist das ein „Wert“? Jedenfalls keiner, der unser Handeln bestimmt - und auch nicht unsere Gesetze. Es braucht einen richtigen Vulkanausbruch und Tausende, die in ihren Plänen empfindlich gestört werden, damit wir einen ungestörten Frühlingsmorgen in der Au erleben können.

 

Dumm ist nur, wenn auch die Werte, die tatsächlich das Handeln bestimmen, ins Minus kommen, so wie bei unserer nationalen Airline. Wenn, ganz ohne Vulkanausbruch,  in kurzer Zeit Werte verloren gehen, mit denen man den Nationalpark Donau-Auen Jahrhunderte lang finanzieren könnte….  

 

Carl Manzano

Bootstraining für die Nationalpark-Ranger

07. April 2010

Das Bootstraining der Nationalpark-Ranger zu Saisonstart stand auch heuer wieder unter dem Motto „Sichere Befahrung der Donau “.

Es wurde - wie jedes Jahr - unter der fachkundigen Leitung und Betreuung der Alpin- und Kanuschule Grimm abgehalten und trainierte die Nationalpark-Ranger in der Fahrtechnik, sollte aber vor allem auch die sicherheitsrelevanten Faktoren ins Bewusstsein rücken.

Der Tag begann mit einer theoretischen Einführung zu den Rechten und Pflichten eines Bootsführers im Rahmen einer Präsentation durch den Leiter der Kanuschule, Gerhard Grimm. Weiters wurden Fragen zu Ausrüstung bzw. Ausstattung der Boote und sicherheitsrelevante Datenblätter behandelt.

Im Anschluss wurden auf der Strecke zwischen Orth/Uferhaus und Stopfenreuth die sichere Querung der Donau, Paddeltechnik und andere Grundlagen einer sicheren Befahrung der Donau trainiert. Es kamen alle verschiedenen Bootstypen zum Einsatz. Jedes war mit einem fachkundigen Trainer besetzt.

Nach mehreren erfolgreichen „Manövern“ auf der Donau war eine Stärkung der Mannschaften dringend notwendig – der bewährte Mittagsrastplatz, die Orther Inseln, wurden dafür angesteuert.

Anders als im Vorjahr, war heuer das Wetter den trainierenden Bootsmannschaften sehr zugetan. Trotz des Trainingsaufwandes und der erforderlichen Konzentration der Bootsbesatzungen auf mögliche „Hindernisse“ in der Donau blieb auch Zeit, die frei fließende Donau zu genießen und den Uferrückbau bei Witzelsdorf zu bestaunen.

Es war ein sehr erfolgreicher Tag und die Nationalpark-Ranger können es kaum erwarten nach der Winterpause wieder zahlreiche Gäste durch das Nationalpark-Gebiet zu begleiten und für die Schönheiten der Natur zu begeistern.

Matthias Kuhn

Die Dohlen sind wieder da!

24. März 2010

Drei Jahre ist es her - da hat der Nationalpark Donau-Auen in Kooperation mit der CampusMittelschule Orth an der Donau (http://hs-orth.schulweb.at/) ein ehrgeiziges Projekt gestartet: Die Wiederansiedelung der Dohlen.

 

Waren sie einst sehr häufig anzutreffen im Marchfeld, stehen sie nun schon seit einigen Jahren auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Artenschutz ist dem Nationalpark Donau-Auen ein besonderes Anliegen und daher setzte man sich zum Ziel diese Vogelart wieder heimisch zu machen.

 

Für eine Wiederansiedelung bedurfte es zuallererst Nistkästen - und da kommen die SchülerInnen ins Spiel. Im Werkunterricht haben sie gemeinsam zahlreiche Vogel-Häuschen nach Maß angefertigt und dann rund um das Schloss Orth angebracht.

 

Die Dohlen selbst wurden von der Greifvogelstation Haringsee übernommen und ausgesiedelt. - Erfolgreich kann man sagen, da wir uns seit damals jährlich über Nachwuchs freuen können. 2008 haben drei Paare erfolgreich gebrütet, 2009 bereits vier Paare.

 

Dieser Tage hört man ihren Liebesgesang besonders deutlich. Es sieht so aus, als würde auch heuer ein erfolgreiches Jahr werden.

 

2010 ist das Internationale Jahr der Artenvielfalt - und obwohl im Nationalpark Donau-Auen die Artenvielfalt immer im Mittelpunkt steht, finden heuer spezielle Schwerpunktaktionen dazu statt. Am 29. Mai wird zum Beispiel das große Fest der Artenvielfalt gefeiert, bei dem diese gelungene Kooperation im Detail vorgestellt wird.

 

Bettina Schuckert

 

Gelbe Ausreisser in der Au….

17. März 2010

… – nein – es handelte sich nicht um die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings, die uns getroffen hätten, sondern um angeschwemmten Sondermüll, der Gott sei Dank rasch entfernt werden konnte.

Nationalpark-Mitarbeiter entdeckten während der Gebietsaufsicht bei Stopfenreuth riesige gelbe Styropor-Teile mit Raiffeisen-Logo darauf. Vermutet wurde, dass es sich um Sitzmöbel handelt, die vielleicht im Außenbereich einmal im Einsatz waren.

Nachdem mit der Raiffeisenlandesbank NÖ-W AG Kontakt aufgenommen wurde, zeigte man sich äußerst kooperativ und bot an, die “Ausreisser” zu bergen und entsorgen. Es handelte sich tatsächlich um Sitzmöbel, die am Donaukanal im letzten Sommer aufgestellt und in Betrieb waren.

Einem Lausbubenstreich ist es wahrscheinlich zu verdanken, dass diese überdimensionalen Styropor- und Polyester-Sitzmöbel nach der Saison im Wasser gelandet sind. Die Natur suchte sich ihren Weg und so trieben sie den Donaukanal hinab, mündeten in die Donau und strandeten ca. 35 km später direkt im Nationalpark Donau-Auen, einem streng geschützten Gebiet.  Sie lagerten am Donauufer und in den Seitenarmen mitten im Lebensraum zahlreicher geschützter Tier- und Pflanzenarten.

Einige Teile wurden in Stopfenreuth am Nordufer, weitere in Haslau und Petronell am Südufer der Donau angeschwemmt.

Die Raiffeisenlandesbank NÖ-W AG reagierte auf unsere Kontaktaufnahme prompt. Es wurde ein LKW entsandt mit drei kräftigen Männern, die sich um die Bergung der Möbel kümmerten - keine leichte Arbeit, da einige große Teile nur zu Fuss erreicht werden konnten.

Der Nationalpark Donau-Auen bedankt sich herzlich bei der Raiffeisenlandesbank NÖ-W AG für das Engagement und das beherzte Handeln im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes.

Bettina Schuckert

Besuch aus dem Donau Delta - Ein Interview:

07. März 2010

Gabriela Antinei war vom 22. bis 28. Februar im Rahmen eines Personal Austausches zu Gast im Nationalpark Donau-Auen. Im Arbeitspaket Natur-Tourismus des ETC-SEE Projektes DANUBEPARKS sind Arbeitsbesuche dieser Art vorgesehen um voneinander zu lernen.

In welchem Nationalpark arbeitest du?
Ich arbeite in einem Biosphären-Reservat im Donau-Delta.
Ein Unterschied zu einem Nationalpark ist, dass in einem Biosphären- Reservat auch Menschen leben. Unser Ziel ist es die nachhaltige Entwicklung dieses Gebietes sicherzustellen.

Wo liegt dieses Reservat und wie groß ist es?
Das Danube Delta Bioshere Reserve liegt in Rumänien bei der Donau-Mündung in das schwarze Meer; ca. 2.000 Fluss-Kilometer abwärts von Wien. Es ist mit knapp 600.000 ha das größte Feuchtgebiet Europas und ist fast 60 x so groß wie der Nationalpark Donau-Auen.

Was ist dein Aufgabenbereich?
Ich bin zuständig für die Entwicklung der Umweltbildungs-Programme. Meine Tätigkeit beinhaltet die Betreuung und Entwicklung der Besucher-Zentren. Derzeit gibt es drei davon,  es ist geplant, heuer noch zwei weitere Besucher-Zentren zu eröffnen. Auch um den öffentlichen Zugang zu den Umweltbildungs-Einrichtungen und um Schul-Projekte kümmere ich mich. Im Projekt DANUBEPARKS arbeite ich schwerpunktmäßig bei der Entwicklung transnationaler Ideen im Naturtourismus.

Werden bei euch geführte Exkursionen für BesucherInnen angeboten?
Wir sind eine öffentliche Einrichtung und organisieren keine Exkursionen selbst. Wir stellen aber die Zutritts-Genehmigungen aus, die alle BesucherInnen für Exkursionen in unser Schutzgebiet benötigen. Jede/r BesucherIn bezahlt eine einmalige „Eintritts-Gebühr“ unabhängig von der Dauer des Aufenthaltes. Wir haben 19 Wasser- sowie sieben Wanderrouten, die freigegeben sind. BesucherInnen dürfen sich ausschließlich auf diesen Routen aufhalten.

Wie wird euer Reservat finanziert?
Da wir eine öffentliche Einrichtung sind, werden wir vom Staat Rumänien – genauer dem Umweltministerium -  finanziert.

Wie viele Mitarbeiter sind bei euch tätig?
Insgesamt arbeiten bei uns 119 Personen, darunter sind ungefähr 40 Ranger. Für die Betreuung des Naturraumes haben wir eigene Fachleute. In Fragen der Forschung und Wissenschaft kooperieren wir mit Universitäten bzw. Forschungseinrichtungen.

Wie gefällt es dir im Nationalpark Donau-Auen?
Es gefällt mir hier sehr gut. Besonders aufgefallen ist mir, dass die Nationalpark Verwaltung sehr gut organisiert ist und jeder seinen Einsatzbereich genau kennt. Ich habe den Eindruck, dass sehr hart und konzentriert gearbeitet wird, dass aber jeder auch Spaß dabei hat und alles gibt. Die Menschen in Orth/ Donau habe ich sehr freundlich und höflich erlebt. Im Supermarkt wird man bei mir zu Hause nicht gegrüßt.

Wo gibt es landschaftliche Ähnlichkeiten bei den beiden Gebieten?
Die einzige Gemeinsamkeit ist die Donau. Die Lebensräume und die Vegetation sind sehr unterschiedlich. Ihr habt hier Wald, wir haben viel, viel  mehr Wasser und Schilf.

Was hat dir der Besuch gebracht?
Ich finde es sehr wichtig sich untereinander auszutauschen. Wir können sehr gut voneinander lernen: in Fragen des Umweltschutzes, der Organisation, des sanften Tourismus bis hin zur Weiterentwicklung von neuen Ideen und Forschungsprojekten. Gemeinsam sind wir stärker, unser gemeinsames, transnationales Naturerbe, die Donau zu schützen und langfristig zu erhalten.

Das Interview führte Georg Frank, Projektleiter von DANUBEPARKS.
www.danubeparks.org

Die Nationalparkschule Hainburg auf Spurensuche im Schnee!

25. Januar 2010

Die zweiten Klassen der Hauptschule Hainburg nützten die kalten Wintertage der letzten Woche um (in Haslau am Südufer der Donau) auf Spurensuche zu gehen.

Winter Altarm

Am schneebedeckten Donauufer entdeckten sie rasch Fußspuren, die sich sehr eindeutig zuordnen ließen. Wenig überraschend waren dort Hunde unterwegs gewesen. Etwas abseits der Trampelpfade tauchten aber auch Abdrücke von Rehen und ganz nahe an der Wasserlinie Spuren von Reihern auf, die hier wohl gefischt hatten.

Was zuerst als Hinweis auf einen „Mäusekirtag“ angesehen wurde – viele kleine vermeintliche Pfotenabdrücke – entpuppte sich bei näherer Überlegung und Betrachtung der Umgebung als die Spur von Regentropfen bzw. abtauendem Schnee.  Mäuse wären vermutlich auch schnell Beute von einem hungrigen Reiher geworden.

Graureiher mit Beute

Ein paar Schelme versuchten ihre Klassenkollegen in die Irre zu führen: Sie legten fünfzehige Vogelspuren oder Abdrücke, die am ehesten an einen Yeti erinnern sollten, an und freuten sich an den ziemlich verdutzten Gesichtern ihrer Freunde.

 Aber nicht nur Trittspuren fielen auf, entlang des Treppelweges fanden die Schüler bald Fraßspuren vom Biber, und im Wald hatten Wildschweine auf Nahrungssuche die obersten Bodenschicht ordentlich umgedreht.

Wildschweinspur

Eine ernsthafte Spurensuche braucht natürlich auch die Beweissicherung und so versuchten alle drei Klassen Gipsabgüsse von Abdrücken im Schnee (!) herzustellen. Ein echte Herausforderung, war doch nicht klar, ob der trocknende und daher Wärme abgebende Gips die Schneespur nicht anschmelzen würde.

Wildschweinspuren

Nach ersten Anlaufschwierigkeiten, weil der Gips recht lange zum Trocknen braucht, konnten aber immer zumindest zwei Spuren so abgegossen werden, dass sie eindeutig zu erkennen waren – auch wenn es nur Hundespuren waren.

Alles in allem ein gelungener und sehr interessanter Ausflug in die gefrorenen und schneebedeckten Donau-Auen, den die Kinder lange nicht vergessen werden. Au zum Anfassen!

Winterwanderung mit der HS Hainburg

Gabriele Hrauda