Mit ‘Umweltschutz’ getaggte Artikel

Sommer auf der Schlossinsel

Freitag, 13. August 2010

Was tut sich jetzt im August Neues auf unserem Auerlebnis-Freigelände Schlossinsel? Wir haben fünf neue, putzige junge Ziesel im Gehege, die sich gerne zeigen und herumtollen!

Und es gab dieser Tage einen besonderen Arbeitseinsatz: Die Junior Ranger, welche eine Woche lang im und für den Nationalpark Donau-Auen im Einsatz waren, haben das Insektenhotel repariert sowie mit der Errichtung einer Lehmwand für Insekten begonnen. Wildbienen, Grabwespen und Co. werden es den tüchtigen Kindern danken!

Schau doch mal auf der Schlossinsel vorbei!

Erika Dorn

Unsere Junior Rangers stehen fest!

Donnerstag, 17. Juni 2010

Bereits seit einigen Jahren veranstalten Österreichs Nationalparks regelmäßig im Sommer Junior Ranger Camps. Es war an der Zeit, mitzumischen!
Gemeinsam mit unserem langjährigen Kooperationspartner Ströck Brot haben wir daher heuer auch zwei Camps ausgeschrieben,Logo Junior Rangers die Bewerbungsfrist lief bis Ende Mai. Die Resonanz war überwältigend: 115 Kinder zwischen 10 und 14 Jahren haben den Bewerbungsbogen an uns gesandt,  leider konnten wir pro Camp letztlich nur 26 TeilnehmerInnen zusagen. Die Kinder kommen aus den Nationalpark-Gemeinden und aus dem 21 und 22. Wiener Gemeindebezirk, sie sind also richtige Nachbarn des Nationalparks Donau-Auen!

Auf sie wartet im August ein tolles Programm: Sie werden in einer Woche Nationalpark-Aufenthalt die Besonderheiten der Au kennen lernen, forschen und unter Anleitung von Nationalpark-Rangern Naturschutzarbeit leisten. Das Junior Ranger Camp findet im Nationalpark-Jugendlager Meierhof in Eckartsau statt. Die TeilnehmerInnen bekommen eine Uniform und schlafen in wetterfesten Großraumzelten, am Abend wird am Lagerfeuer gegrillt. Zusätzlich erfahren sie viel Interessantes über Bio-Landwirtschaft, gesunde Ernährung sowie die Zubereitung von Bio-Brot.

Selbstredend bekommen alle kleinen BewerberInnen, die heuer nicht zum Zug gekommen sind, von uns eine kleine Entschädigung zugesandt.
Warum das Ganze? Junge Menschen sind die Erwachsenen von morgen. Umso wichtiger ist es, sie als Fürsprecher und Beschützer für unseren Nationalpark Donau-Auen zu gewinnen!

Erika Dorn

Hochwasser

Samstag, 12. Juni 2010

Das erste große heurige Hochwasser hat die Donau-Auen Anfang Juni überflutet, mittlerweile sind die Pegel wieder gesunken. Nicht nur entlang der Donau, auch an einigen weiteren Flüssen Europas hat es Hochwässer gegeben - teils mit verheerenden Wirkungen.  In der Nutzlandschaft oder gar in besiedelten Gebieten schaffen sie zweifelsohne Zerstörung und Schrecken, Schäden und Leid.

Doch hier, in der Au, haben Hochwässer ihr Gutes, ja sind gar lebenswichtig! Denn nur durch laufende Überschwemmungen kann eine Aulandschaft langfristig bestehen. Das Auf und Ab der Wasserstände ist gleichsam der Pulsschlag der Au, und jede Flut schafft neue Lebensräume. Fauna und Flora sind bestens an diese unwirtlichen Bedingungen angepaßt und wissen das vermeintliche Chaos zu nutzen!

Auch wir im Nationalpark hatten “Ausfälle” - viele Bootstouren mußten aufgrund der Hochwassersituation abgesagt werden. Und doch war diese Flut wie stets willkommen. 

Hier ein paar Eindrücke der Donau-Auen bei Hochwasser:

 

Erika Dorn

Danubeparks ist ein Jahr jung!

Freitag, 11. Juni 2010

Danubeparks Karte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor einem Jahr, am 9. Juni 2009, wurde mit der „Declaration of Vienna“ das Netzwerk der Donauschutzgebiete aus der Taufe gehoben!

Seither ziehen die Danubeparks-Mitgliederorganisationen an einem Strang, um das Europäische Naturerbe Donau gemeinschaftlich bestmöglich zu bewahren!
Flussbauliche Renaturierungsmaßnahmen sowie Forschungs- und Naturschutzprojekte für Leitarten wie den Seeadler und den Donaustör wurden vereinbart, ebenso die Zusammenarbeit im Ökotourismus.

Erste Erfolge zeigen sich bereits und das Projektteam wächst freundschaftlich zusammen.

Happy Birthday, Danubeparks – und weiter so!!!

Webtipp:  www.danubeparks.org

Erika Dorn

Samstag, 17. April 2010: Des einen Freud’ …..

Dienstag, 20. April 2010

 

Samstag morgen.

 

Zeitungen und Radio-Journale sind voll von Berichten über die isländische Vulkanasche und hunderttausende gestrandete Fluggäste in Europa. Ich nutze den sonnigen Frühlingsmorgen für eine Tour in der Orther Au:

 

Überall das junge Grün, Sträucher und Bäume blühen - zart und strahlend weiß wie die Schlehe oder unspektakulär wie die Eichen, die bei der Bestäubung dem Frühlingswind vertrauen und nicht auf optische Reize angewiesen sind.

 

Der Wald ist voll von Vogelstimmen und dem Trommeln der Spechte. Die Laubfrösche, die in den letzten Regentagen schon zu hören waren sind heute still. Der Baumstamm, auf dem sich immer die Schildkröten sonnen, ist noch leer. Der Morgen ist noch zu kalt. Aber zu Mittag werden sie sicher zu sehen sein, wenn sie nicht von zu vielen Spaziergängern immer wieder ins Wasser zurück gescheucht werden.

 

Dafür gleitet der Habicht durch den Wald,  er hat nicht weit von hier seinen Horst. Er zeigt sich ausgerechnet auf einer der Waldschneisen, die früher für die Jagd und Forstwirtschaft angelegt wurden und jetzt im Nationalpark eigentlich zuwachsen sollten…

 

Es ist ein Morgen in der Au wie immer schon um diese Jahreszeit. Doch heute ist etwas anders, besonders. Anfangs fällt es gar nicht auf, denn es ist eigentlich etwas ganz Selbstverständliches. Der Gesang der Vögel und alle anderen Waldgeräusche erfüllen die Luft – und sonst ………..sonst nichts.

 

Kein Flugzeug, das immer wieder die Naturgeräusche unterbricht und übertönt. Nicht so laut, das man sein eigenes Wort nicht mehr verstehen würde, aber laut genug, um einen immer wieder daran zu erinnern, wo man eigentlich ist.

 

Ganz in der Nähe einer dynamischen Großstadt, die zumindest in punkto Fluglärm gar nicht mehr anders sein will als andere dynamische Großstädte. Der Flughafen Schwechat ist seit gestern Abend gesperrt. Das ist der Tag, denke ich, an dem man in die Untere Lobau gehen müsste!

 

Später, beim Einkaufen im Ort, stoße ich auf die Wahlplakate für den nächsten Sonntag: „Unser Handeln braucht Werte“.

 

Ein ungestörter Frühlingsmorgen, nur erfüllt von den Geräuschen des Waldes – ist das ein „Wert“? Jedenfalls keiner, der unser Handeln bestimmt - und auch nicht unsere Gesetze. Es braucht einen richtigen Vulkanausbruch und Tausende, die in ihren Plänen empfindlich gestört werden, damit wir einen ungestörten Frühlingsmorgen in der Au erleben können.

 

Dumm ist nur, wenn auch die Werte, die tatsächlich das Handeln bestimmen, ins Minus kommen, so wie bei unserer nationalen Airline. Wenn, ganz ohne Vulkanausbruch,  in kurzer Zeit Werte verloren gehen, mit denen man den Nationalpark Donau-Auen Jahrhunderte lang finanzieren könnte….  

 

Carl Manzano

Gelbe Ausreisser in der Au….

Mittwoch, 17. März 2010

… – nein – es handelte sich nicht um die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings, die uns getroffen hätten, sondern um angeschwemmten Sondermüll, der Gott sei Dank rasch entfernt werden konnte.

Nationalpark-Mitarbeiter entdeckten während der Gebietsaufsicht bei Stopfenreuth riesige gelbe Styropor-Teile mit Raiffeisen-Logo darauf. Vermutet wurde, dass es sich um Sitzmöbel handelt, die vielleicht im Außenbereich einmal im Einsatz waren.

Nachdem mit der Raiffeisenlandesbank NÖ-W AG Kontakt aufgenommen wurde, zeigte man sich äußerst kooperativ und bot an, die “Ausreisser” zu bergen und entsorgen. Es handelte sich tatsächlich um Sitzmöbel, die am Donaukanal im letzten Sommer aufgestellt und in Betrieb waren.

Einem Lausbubenstreich ist es wahrscheinlich zu verdanken, dass diese überdimensionalen Styropor- und Polyester-Sitzmöbel nach der Saison im Wasser gelandet sind. Die Natur suchte sich ihren Weg und so trieben sie den Donaukanal hinab, mündeten in die Donau und strandeten ca. 35 km später direkt im Nationalpark Donau-Auen, einem streng geschützten Gebiet.  Sie lagerten am Donauufer und in den Seitenarmen mitten im Lebensraum zahlreicher geschützter Tier- und Pflanzenarten.

Einige Teile wurden in Stopfenreuth am Nordufer, weitere in Haslau und Petronell am Südufer der Donau angeschwemmt.

Die Raiffeisenlandesbank NÖ-W AG reagierte auf unsere Kontaktaufnahme prompt. Es wurde ein LKW entsandt mit drei kräftigen Männern, die sich um die Bergung der Möbel kümmerten - keine leichte Arbeit, da einige große Teile nur zu Fuss erreicht werden konnten.

Der Nationalpark Donau-Auen bedankt sich herzlich bei der Raiffeisenlandesbank NÖ-W AG für das Engagement und das beherzte Handeln im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes.

Bettina Schuckert